Thomas von Aquin
- oder wie aus einem Intellektuellen ein Mystiker (gemacht) wird
Signori, Gabriela (Hg)
2022, 219 S, Gb, (Hirzel)
Bestell-Nr. 393430

52,00 EUR

1957 hat der franz?sische Benediktiner Jean Leclerq (1911-1993) in seiner kleinen, aber feinen Studie mit dem sprechenden Titel L'amour des lettres et le d?sir de Dieu auf das schwierige Verh?ltnis aufmerksam gemacht, das 'Wissenschaft' und 'Gottverlangen' im abendl?ndischen M?nchtum bald vereint, bald auseinandertreibt. Mit dieser Herausforderung hatten die s?ditalienischen Dominikaner im Jahr 1317 zu k?mpfen, als sie sich entschlossen, die Heiligsprechung ihres ber?hmten Landsmannes, Lehrers und Ordensbruders Thomas von Aquin (gest. 1274) in die Wege zu leiten. Dieser Mann n?mlich hatte zeitlebens kaum etwas anderes getan als gelesen und geschrieben, zum Teil an mehreren B?chern zugleich, wie seine Bewunderer gerne bemerkten. Heute w?rden wir ihn als einen waschechten Intellektuellen, als einen reinen Verstandesmenschen begreifen. Aus diesem in vielerlei Hinsicht ungew?hnlichen Gelehrten, dessen Ideen bis heute nachwirken, wollten seine s?ditalienischen Ordensbr?der zu Beginn des 14. Jahrhunderts einen Heiligen machen. So etwas hatte es in dieser Extremform noch nicht gegeben; das machte das Projekt f?r alle Beteiligten zu einer unerh?rten Herausforderung!
 

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