Eine kleine Naturgeschichte der Freiheit
Hecker, Axel
2020, 120 S, Kt, (Passagen)
Bestell-Nr. 386058

13,90 EUR

Die philosophische Behandlung des Freiheitsproblems steckt in Aporien fest, während Hirnforscher Freiheit leichthin zur Illusion erklären. Axel Hecker zeigt, inwiefern eine undogmatische Biologie Denkmöglichkeiten bereitstellt, die aus dieser Konfusion hinausführen. Die von der Hirnforschung vor Jahren vorgetragene These, Freiheit sei eine Illusion, steht unerledigt im Raum. Die Philosophie, die sich dazu berufen sah, Freiheit und Geist zu verteidigen, hat darauf nur schwach und mit Rückzugsgefechten reagiert. Die hier erzählte "kleine Naturgeschichte der Freiheit" sucht eine alternative Herangehensweise an dieses Problem. Die These lautet: Handlungsfreiheit (die Freiheit zu tun, was man will) kann aus Grundbestimmungen des Lebendigen, wie sie von dem Biologen Humberto Maturana entwickelt wurden, abgeleitet werden. Und Willensfreiheit (die Freiheit zu wollen, was man will) stellt eine besondere Fähigkeit jenes Lebendigen dar, das über Sprache verfügt: nicht die Fähigkeit, Dinge mit Wünschen zu belegen, sondern diejenige, Wörter oder Sätze darüber zu äußern, wie man selbst sein will.
 

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