Lorenz Christoph Mizler de Kolof
Schüler Bachs und pythagoreischer "Apostel der Wolffischen Philosophie"
Felbick, Lutz
2012, 596 S, 62 Abb, Kt, (Olms)
Bestell-Nr. 232804

78,00 EUR

Der in der Bachforschung vielfach zitierte Lorenz Christoph Mizler (1711-1778) warf bislang eine Reihe von unbeantworteten Fragen auf. Die hier vorgelegte umfassende Studie entwirft nun erstmals ein Gesamtbild des Musikwissenschaftlers und Doktors der Philosophie und Medizin.

Als Initiator zahlreicher musikwissenschaftlicher Unternehmungen, vor allem mit seiner an der Philosophie Christian Wolffs orientierten Correspondierenden Societät der musicalischen Wissenschaften, wurde der Bachschüler weit über die Grenzen Leipzigs bekannt. Die Untersuchung orientiert sich an den von Mizler gewählten Selbstzuschreibungen „Pythagoras“ und „Apostel der Wolffischen Philosophie“. Mizlers Musikalische Bibliothek und seine Editionen zur zeitgenössischen Musiktheorie sind zweifellos wichtige musikwissenschaftliche Quellen; jenseits dieser legte der Universalgelehrte aber weitere 150 Schriften vor. Da die Musik dem späteren Königlich Polnischen Hofrath und Hofmedicus selbst lediglich als ein Nebenwerk galt, rückt auch die Philosophie Wolffs und deren konkrete Anwendung in den Vordergrund. In diesem Kontext wird dann auch Mizlers Schrift zum Generalbass mit den Ausführungen zur sogenannten Oktavregel verständlich. Eine gründliche Forschungsarbeit zu dem musikwissenschaftlichen Pionier aus der Zeit des Rationalismus, die seit langem Desiderat war.
 

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